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Grundstudium

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Obligatorisches Grundstudium

Für alle Studiengänge (BWL, VWL, Ökonomie) ist das Grundstudium identisch. Das Grundstudium schließt mit dem Vordiplom ab. Der modular aufgebaute Studiengang besteht aus fünf Fächern, die sich in sieben Module aufteilen. Die Inhalte der einzelnen Veranstaltungen des Grundstudiums werden unten kurz erläutert:

Fach 1: Grundzüge der BWL

Das Fach Grundzüge der BWL beinhaltet Gegenstand, Methodik und Konzeption der BWL. Es werden Inhalte und Gestaltung der Betriebsstrukturen und -zusammenhänge sowie der betrieblichen Funktion übermittelt.

Das Fach setzt sich aus zwei Modulen zusammen:

Modul Grundzüge der BWL I

  • Vorlesung "Einführung in die BWL" im 1. Semester

    Diese Vorlesung gibt einen umfassenden Überblick über die Themengebiete der BWL und deren Zusammenhänge untereinander, wie bspw. Führungsprozesse (Unternehmensführung, Managementsysteme, Organisation), Leistungsprozesse (Produktionsmanagement, Logistik, Personalmanagement), Finanzprozesse (Investition, Controlling, Rechnungswesen) und Entwicklungsprozesse.

  • Vorlesung "Kostenrechnung" im 2. Semester

    Diese Vorlesung vermittelt einen Überblick über die in industriellen Unternehmen eingesetzten laufenden Systeme der Kostenrechnung zur Abbildung der Leistungserstellung. Zusammen mit der Erlösrechnung bildet die Kostenrechnung die Grundlage der Ergebnisrechnung.

  • Vorlesung "Bilanzen" im 2. Semester

    Diese Vorlesung hat zum Ziel, die Grundlagen über den Aufbau und Inhalt des handelsrechtlichen Jahresabschlusses und der Ertragsteuerbilanz zu vermitteln.

Modul Grundzüge der BWL II

  • Vorlesung "Rationales Entscheiden" im 3. Semester

    Diese Vorlesung lehrt Methoden, die dazu beitragen, Entscheidungen mit einem höheren Grad an Rationalität zu treffen. Die Entscheidungen können verschiedene Ausgangssituationen zugrunde liegen: Entscheidungen bei Zielkonflikten, Entscheidungen unter Risiko, Entscheidungen bei unvollständigen Informationen über die eigenen Präferenzen oder Wahrscheinlichkeiten.

  • Vorlesung "Finanzmanagement I" im 4. Semester

    In dieser Vorlesung werden Grundkenntnisse zur Finanzierung und zu Banken sowie Grundbegriffe der Investition, Finanzierung und des Shareholder Values vermittelt. Außerdem werden Methoden zur Bewertung von Anleihen und Aktien sowie der Diversifikation und der Portfolio-Theorie gelehrt.

  • Vorlesung "Einführung in das Marketing" im 4. Semester

    In dieser Veranstaltung wird ein erster Einblick in das Marketing gegeben. Die Marketingidee, in deren Zentrum die Kundenorientierung und die bestmögliche Befriedigung von Wünschen und Bedürfnissen der Kunden steht, wird ebenso erläutert wie grundlegende marketingtheoretische Ansätze und die Einbindung des Marketing in die Unternehmung. Schwerpunkt der Vorlesung bildet jedoch der Marketing-Mix der Unternehmung.

  • Vorlesung "Produktionsmanagement" im 4. Semester

    Diese Vorlesung gibt einen Überblick darüber, welche Fragestellung hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Kernfunktionen Beschaffung und Produktion sowie der Querschnittsfunktion Logistik relevant sind. Anhand von Praxis- und Rechenbeispielen werden verschiedene Erscheinungsformen industrieller Produktionsverfahren vorgestellt.

Fach 2: Grundzüge der VWL

Das Fach Grundzüge der VWL beinhaltet den Gegenstand, die Methoden und Konzeptionen der Volkswirtschaftslehre. Es ist unterteilt in mikroökonomische, makroökonomische und wirtschaftspolitische Grundlagen.

Das Fach setzt sich aus zwei Modulen zusammen:

Modul Grundzüge der VWL I

  • Vorlesung "Einführung in die VWL" im 1. Semester

    In der Veranstaltung werden zentrale Voraussetzungen herausgearbeitet, unter denen Märkte zu  gesellschaftlich erstrebenswerten Ergebnissen führen. Für den Fall  einer Verletzung dieser Rahmenbedingungen werden wirtschaftspolitische Eingriffe analysiert, die das Funktionieren von Märkten prinzipiell unterstützen, aber auch der Durchsetzung von Partikularinteressen dienen können. Weiterhin gibt die Veranstaltung einen Überblick über die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung und makroökonomische Fragestellung wie der kurz- und langfristigen Wirtschaftsentwicklung. Den Studierenden sollen elementare ökonomische Argumentationslinien nahe gebracht werden. Sie bilden die Grundlage für eine kritische und eigenständige Bewertung vieler Problemstellungen, die in der tagespolitischen Diskussion kontrovers diskutiert werden.

  • Vorlesung "Mikroökonomische Theorie" im 2. Semester

    In der Theorie der Unternehmung können die Produktionsfunktion und die Auswirkung des Einflusses der Produktionsfaktoren auf die Produktionsfunktion erlernt werden. Es wird gezeigt, wie die Kostenfunktion aus der Produktionsfunktion abgeleitet wird und das Gewinnmaximum ermittelt wird. Die Theorie des Haushalts bezieht sich auf nutzentheoretische Grundlagen im Sinne von Präferenzen und leitet die individuelle Güternachfrage ab. Auf der Angebotsseite werden das individuelle Arbeits- und Kapitalangebot betrachtet.


Modul Grundzüge der VWL II

  • Vorlesung "Makroökonomische Theorie" im 3. Semester

    Diese Vorlesung geht zunächst auf wohlfahrtstheoretische Grundlagen ein. Außerdem vermittelt sie Wissen zu Marktversagen und Gefangenendilemma sowie zu kollektiven Entscheidungen. Im Anschluss daran werden die Grundlagen zu Markt und Wettbewerb gelehrt. In der Vorlesung werden schließlich noch die Regulierung natürlicher Monopole sowie externe Effekte, Clubgüter und das Allmende-Problem behandelt und schließt mit einem Abschnitt über Delegationsprobleme in repräsentativen Demokratien.

  • Vorlesung "Grundlagen der Wirtschaftspolitik" im 4. Semester

    Die Veranstaltung Wirtschaftpolitik soll neben der Vermittlung allokationstheoretischer Grundlagen die Theorie und Problematik kollektiver Entscheidungsfindung vermitteln. Es  werden unter anderem die Bereitstellung öffentlicher Güter, die Internalisierung externer Effekte, Staatsversagen und die Regulierung von unvollständigen Märkten thematisiert.

Fach 3: Rechtswissenschaft

Das Fach Rechtswissenschaft behandelt Grundzüge des Privatrechts und Öffentlichen Rechts (Verfassungs- und Verwaltungsrecht) in den wirtschaftlich relevanten Teilen.

Das Fach besteht aus einem Modul und setzt sich zusammen aus:

  • Vorlesungen "Privatrecht I" im 1. Semester und "Privatrecht II" im 2. Semester

    Diese Vorlesungen haben insbesondere die Begriffe und Rechtsquellen des Wirtschaftsprivatrechts zum Inhalt, dazu zählen vor allem das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) und das Handelsgesetzbuch (HGB). Im "Allgemeinen Vertragsrecht" werden Regelungen zu Willenserklärungen, Verträgen, Mängeln im Rechtsgeschäft, den AGBs, Stellvertretungen, Fristen usw. dargestellt. Außerdem werden Verträge wie bspw. der Kauf- oder Mietvertrag und Rechtsformen (AG, GmbH, OHG etc.) inhaltlich vermittelt.

  • Vorlesungen "Öffentliches Recht I" im 3. Semester und "Öffentliches Recht II" im 4. Semester

    In diesen Vorlesungen wird vor allem auf die Bedeutung einzelnen Artikel des Grundgesetzes (GG) eingegangen. Dabei kommt insbesondere die Gestaltung der Bundesrepublik als Staat und dessen Verwaltung sowie Rechtsstaatprinzip und Gesetzgebung eine besondere Rolle zu. Über die deutschen Grenzen hinaus wird auf die gesetzlichen Besonderheiten der EU Bezug genommen. In einem weiteren Abschnitt sollen die Grundrechte wie bspw. Eigentum, Berufsfreiheit oder allgemeine Handlungsfreiheit vermittelt werden.

Fach 4: Statistik

Das Fach Statistik beinhaltet Methoden der deskriptiven Statistik, Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Wirtschafts- sowie Bevölkerungsstatistik.

Das Fach besteht aus einem Modul und setzt sich zusammen aus:

  • Vorlesung "Statistik I" im 1. Semester

    Diese Vorlesung umfasst die Vermittlung der Unterscheidung nominaler, ordinaler und kardinaler Merkmale. Außerdem geht sie auf Verteilungen, Parameter, Korrelationen und Regressionen bivariater Datensätze ein. Schließlich gibt sie einen Überblick über globale und lokale Modelle von Zeitreihen und die Prognose dieser.

  • Vorlesung "Statistik II" im 2. Semester

    Der zweite Teil des Statistik-Zyklus befasst sich u. a. mit Verhältnis- und Indexzahlen, der Wahrscheinlichkeitsrechnung und Zufallszahlen sowie mit Urnenmodellen. Außerdem geht sie auf Normalverteilungen und stochastische Prozesse ein.

  • Vorlesung "Statistik III" im 3. Semester

    Der letzte Teil der Statistikvorlesungen vermittelt Eigenschaften von Stichproben (Funktionen, Vektoren), stellt Schätzverfahren wie bspw. Punkt- oder Intervallschätzer dar und endet schließlich mit der Testtheorie.

Fach 5: Wirtschaftswissenschaftliche Propädeutika

Das Fach Wirtschaftswissenschaftliche Propädeutika vermittelt ergänzende Lehrbereiche der Wirtschaftswissenschaften.

Das Fach besteht aus einem Modul und setzt sich zusammen aus:

  • Vorlesung "Technik des betrieblichen Rechnungswesens" im 1. Semester

    Gegenstand der Vorlesung "Technik des betrieblichen Rechnungswesens" ist die Finanzbuchführung. Diese erfasst systematisch alle Geschäftsvorfälle eines Unternehmens und stellt über die Instrumente der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung wichtige Informationen über die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zur Verfügung. Die Vorlesung vermittelt Grundkenntnisse der doppelten Buchhaltung, der Verbuchung laufender Geschäftsvorfälle und der Erstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung.

  • Vorlesungen "Mathe für WiWis I" im 1. Semester und "Mathe für WiWis II" im 2. Semester

    Diese beiden Vorlesungen werden im ersten Semester durch mathematische Grundlagen wie beispielsweise die Mengenlehre, Kombinatorik oder Finanzmathematik eingeführt. Im weiteren Verlauf wird die Analysis einer und mehrerer Variablen behandelt. Hierzu zählen insbesondere die Differential- und Integralrechnung. Dabei liegt der Fokus immer auf der Relevanz für die Wirtschaftswissenschaft. Ebenfalls Gegenstand der Vorlesungen ist die lineare Algebra, die sich vor allem mit Vektor- und Matrizenrechnung sowie mit linearen Gleichungssystemen auseinandersetzt.

  • Vorlesung "Grundzüge der Wirtschaftsinformatik" im 3. Semester

    Hier werden neben der Einordnung der Wirtschaftsinformatik in den organisatorischen Kontext der Unternehmung die wichtigsten Komponenten der IT vermittelt. Es werden die einzelnen Bestandteile von IuK-Systemen wie Hardware (Struktur, Klassen, Peripherie), Software (Betriebssysteme, Programmiersprachen, Anwendungen), Daten (Modellierung und Datenbanken) und Netzwerke näher betrachtet. In der ergänzenden Übung sollen die gelernten Inhalte auf die Microsoft Office Produkte Excel und Access mit betriebswirtschaftlichem Fokus angewandt werden.
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